Am Freitag, dem 02. Januar, sahen wir eine volatile Handelssitzung, wobei die Nasdaq sogar unter dem wichtigen 50 Tagedurchschnitt schloss. Gleichzeitg gab es eine Aktien mit spannenden Stories, die auf neue Allzeithochs ausbrechen konnten. Das war sehr bullisch und könnte eine erste Indikation für die Leaderrolle dieser Aktien in 2026 darstellen.
Ciena – Spezialist der globalen Glasfaser-Infrastruktur im Zeitalter des Datenwachstums
Ciena (Cien) ist ein US-Technologieunternehmen, das sich auf optische Netzwerktechnik und softwarebasierte Steuerung von Telekommunikationsnetzen spezialisiert hat. Das Unternehmen mit Sitz in Maryland zählt zu den zentralen Ausrüstern für den weltweiten Ausbau leistungsfähiger Glasfaser-Netze.
Gegründet wurde Ciena in 1992. Ursprünglich lag der Fokus auf Glasfaser-Komponenten für Langstreckenverbindungen. Mit dem starken Wachstum des Internetverkehrs entwickelte sich das Unternehmen zu einem Komplettanbieter für optische Übertragungssysteme und Netzwerksoftware. Heute ist Ciena global aktiv und bedient Kunden in Nordamerika, Europa und Asien.
Das Geschäftsmodell basiert auf drei Säulen: optische Netzwerkplattformen, softwarebasierte Netzwerksteuerung sowie sonstigen Dienstleistungen. Den größten Umsatzanteil erwirtschaftet Ciena mit optischen Transportsystemen, die hohe Datenraten über Glasfaser ermöglichen. Ergänzt wird das Angebot durch Netzwerksoftware, die Planung, Automatisierung und Überwachung komplexer Netze erlaubt. Kunden sind vor allem Telekommunikationsanbieter, Cloud-Dienstleister, Internetkonzerne sowie große Unternehmenskunden.
Konkret kann man sich Ciena-Dienste wie folgt vorstellen: Wenn wir heute ein Video in 4K streamen, eine Videokonferenz mit Kollegen auf der anderen Seite des Globus führen oder eine Anfrage an eine Künstliche Intelligenz stellen, geschieht dies in Millisekunden. Wir sehen jedoch nur die Benutzeroberflächen von Apple, Google oder Microsoft. Dahinter steht die physische Schicht, die diesen Datenstrom erst ermöglicht. Hier kommt Ciena ins Spiel. Das Unternehmen baut nicht die Computer, sondern die "Lichtleitplanken" und "Super-Autobahnen", auf denen unsere Daten reisen. In einer Welt, die süchtig nach Bandbreite ist, agiert Ciena als der Architekt im Hintergrund.
Im Wettbewerb steht Ciena unter anderem mit Ericsson, Nokia und Infinera. Während Nokia ein breiter aufgestellter Netzwerkausrüster ist, positioniert sich Ciena stärker als Spezialist für optische Hochleistungsnetze. Infinera gilt als technologisch ähnlich ausgerichteter Wettbewerber, ist jedoch kleiner und stärker fokussiert.
Die große Story, die der Markt spielt, ist der aktuelle Boom der Künstlichen Intelligenz. KI-Modelle wie ChatGPT benötigen enorme Rechenleistungen, die über verschiedene Rechenzentren verteilt sind. Diese Zentren müssen mit extrem hoher Geschwindigkeit miteinander kommunizieren – genau das ist Cienas Kernkompetenz. Zudem sorgt der weltweite Ausbau von 5G für einen stetigen Bedarf an leistungsfähigeren Netzwerken (Anbindung von Funkmasten an das Kernnetz).
Am 11. Dezember wurden die letzten Quartalszahlen präsentiert. Die Aktie eröffnete mit einem Gap Up. Der Umsatz von 1,35 Mrd. konnte um 20 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und toppte leicht die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie konnte um 70 % gesteigert werden und schlug damit auch die Erwartungen der Analysten.
Charttechnisch sieht die Aktie sehr bullisch aus und konnte am Freitag auf ein neues Allzeithoch ausbrechen. Auf dem Schlusskursniveau vom Freitag bietet es sich, eine Position zu eröffnen.

Quelle: Wachstums-Check TraderFox
Jabil – Globaler Auftragsfertiger profitiert von Elektronik-, Auto- und KI-Trends
Jabil (JBL) zählt zu den größten Auftragsfertigern weltweit und ist ein zentraler Partner für zahlreiche Technologie- und Industriekonzerne. Das Unternehmen entwickelt, produziert und liefert elektronische Baugruppen und komplette Systeme für Kunden aus unterschiedlichsten Branchen.
Gegründet wurde Jabil im Jahr 1966 in Michigan. In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Unternehmen durch Internationalisierung und Übernahmen zu einem globalen Fertigungsnetzwerk mit Standorten in Nordamerika, Europa und Asien.
Das Geschäftsmodell basiert auf sogenannter Auftragsfertigung. Jabil übernimmt für seine Kunden Design, Materialbeschaffung, Produktion, Logistik und After-Sales-Services. Die Umsätze stammen aus Branchen wie Elektronik, Automobilindustrie, Industrieautomation, Medizintechnik, Konsumgüter und erneuerbare Energien. Besonders wichtig ist das Segment rund um cloud-nahe Infrastruktur, Halbleiterkomponenten, vernetzte Geräte sowie KI. Ob es das moderne Smartphone, ein medizinisches Gerät im Krankenhaus oder das Elektroauto, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Jabil "seine Finger im Spiel" hatte.
Die Story, die der Markt vermutlich spielt, ist der KI-Boom. Rechenzentren benötigen immer komplexere Hardware, die Jabil liefern kann.
Im Wettbewerb steht Jabil unter anderem mit Flex und Sanmina, die ebenfalls als globale Elektronikfertiger agieren. Jabil positioniert sich mit einer breiten Branchenabdeckung und hoher Fertigungstiefe, was die Abhängigkeit von einzelnen Endmärkten reduziert.
Die letzten Quartalszahlen wurden am 17. Dezember vorgelegt. Der Umsatz konnte um knapp 19 % gesteigert werden und lag leicht über den Erwartungen der Wall Street. Der Gewinn je Aktie lag deutlich über dem Vorjahresniveau und über den Erwartungen der Analysten. Trotz dieser sehr guten Zahlen reagierte die Aktie zunächst volatil. In den Folgtetage folgten dann jedoch Anschlusskäufe.
Am Freitag brach die Aktie aus einer fünfmonatigen Seitwärtskonsolidierung nach oben auf ein neues Allzeithoch aus. Das war sehr bullisch. Mutige Trader springen auf dem Schlusskursniveau vom Freitag noch auf den Zug auf, denn die Aktie befindet sich nur ca. 1,5 % über dem Ausbruchsniveau.

Quelle: Wachstums-Check TraderFox
Teradyne – Schlüsselzulieferer der Halbleiterindustrie im Bereich Testing und Profiteur vom Vormasch kollaborativer Roboter
Teradyne (TER) zählt zu den weltweit führenden Anbietern von automatisierten Testsystemen für die Halbleiterindustrie. Das Unternehmen mit Sitz in Massachusetts wurde 1960 gegründet und hat sich über Jahrzehnte als technologischer Standardsetter in einem hochspezialisierten Markt etabliert.
Das Geschäftsmodell stützt sich im Kern auf zwei Bereiche. Erstens und mit Abstand der wichtigste Umsatzträger ist das Segment "Semiconductor Test". Teradyne entwickelt hier Systeme, mit denen Chips während und nach der Fertigung auf Funktionalität, Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz geprüft werden. Also konkret wird dank Teradyne sichergestellt, das z.B. der Prozessor im Smartphone und der Chip im selbstfahrenden Auto fehlerfrei funktioniert. Kunden sind große Halbleiterhersteller und Auftragsfertiger, wie beispielsweise Apple, Qualcomm und Intel. Zweitens gibt es den Bereich "Industrial Automation". Darunter fallen vor allem kollaborative Roboter, sogenannte Cobots, die unter der Marke Universal Robots vertrieben werden und in Fabriken direkt mit Menschen zusammenarbeiten.
Im Wettbewerb steht Teradyne unter anderem mit Advantest aus Japan sowie mit Keysight Technologies, die ebenfalls im Markt für Test- und Messtechnik aktiv sind. Teradyne gilt jedoch als besonders stark bei hochkomplexen Logik- und Speicherchips, etwa für Anwendungen in Rechenzentren und künstlicher Intelligenz.
Die größte Chance bei Teradyne liegt aktuell in der Komplexität von KI-Chips. Je leistungsfähiger ein Chip ist, desto aufwendiger und teurer ist sein Testverfahren. Dies stellt einen beachtlichen Wachstumstreiber für Teradyne dar.
Die letzten Quartalszahlen vom 28. Oktober führten zu einem Gap Up von im Hoch 22 %. Der Umsatz lag mit 769 Mio. USD über den Erwartungen der Analysten und auch über dem Vorjahreswert. Der Gewinn je Aktie lag unter dem Vorjahresniveau, konnte aber die Erwartungen der Wall Street schlagen. Der Grund für das beträchtliche Gap Up lag in der Erhöhung der Umsatz- und Gewinnprognose.
Charttechnisch sieht die Aktie sehr konstruktiv aus. Im Monat Dezember hat sie mehr oder weniger seitwärts konsolidiert mit einem "Shakeout" unter den 20 Tagedurchschnitt. Dieser hat vermutlich viele "weak hands" aus der Aktie gedrückt, was notwendig war für die jetzt folgende Stärke. Am Freitag brach die Aktie auf ein neues Allzeithoch aus. Es bietet sich an, auf dem Schlusskursniveau vom Freitag eine erste Position zu eröffnen.

Quelle: Wachstums-Check TraderFox






