Die geopolitischen Spannungen sorgen laut Focus Money (Ausgabe 21/2026) mit dafür, dass erneuerbare Energien einen zusätzlichen Rückenwind erfahren, weil damit eine größere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern einhergeht. Außerdem profitieren Unternehmen wie GE Vernova [WKN: A404PC, ISIN: US36828A1016] davon, dass die erneuerbaren Energien immer preiswerter werden und den Konkurrenzkampf gegenüber traditionellen Stromquellen aufnehmen können.
Mit dem deutschen Wettbewerber Siemens Energy habe der US-Konzern eine Gemeinsamkeit: Bei beiden handle es sich nicht um ein sogenanntes Pure Play, das sich ausschließlich auf Windkraft fokussiere.
US-Konzern ist kein sogenanntes Pure Play bei Windkraft, sondern verfügt über ein breites Portfolio zur Stromerzeugung
Zum Portfolio zähle auch die Produktion von Gasturbinen. GE Vernova gehe selbst davon aus, gemessen an Megawatt, mehr Gasturbinen installiert zu haben als alle anderen Unternehmen der Welt zusammengenommen.
In den USA habe GE Vernova die meisten Windkraftanlagen errichtet. Obendrein übernehme der Konzern Tätigkeiten in den Bereichen Stromnetze, Wasserkraft und Kernenergie. Wie erfolgreich der Konzern dabei sei, habe man bei den jüngsten Quartalszahlen sehen können.
Mit der Präsentation der Quartalszahlen habe GE Vernova auch die Prognose angehoben. Der Umsatz solle nunmehr um 500 Mio. USD höher ausfallen als zuvor angegeben und zwischen 44,5 und 45,5 Mrd. USD liegen.
Jüngste Quartalszahlen und Anhebung der Prognose zeugen von starkem Aufwind im Geschäft
Beim Free Cashflow erwarte man nach zuvor 5 bis 5,5 Mrd. USD nunmehr 6,5 bis 7,5 Mrd. USD. Interessanterweise trage die Windkraft bisher nicht zum Gewinn bei. Hier realisiere GE Vernova, genau wie der Konkurrent Siemens Energy, weiterhin rote Zahlen.
Im 1. Quartal habe der Konzern ein Umsatzwachstum um 16 % auf 9,3 Mrd. USD verzeichnet. Richtig steil nach oben ging es beim Auftragseingang mit einem Plus von 71 % auf 18,3 Mrd. USD. Das spreche für ein Geschäft auf Hochtouren im weiteren Jahresverlauf.
Die bemerkenswerteste Veränderung im Jahresvergleich der Q1-Zahlen sei aber der Nettogewinn gewesen. Nach einem Minigewinn im Vorjahr habe GE Vernova nunmehr fast 4,8 Mrd. USD und eine Nettogewinnmarge von fast 51 % realisiert. Focus Money rät mit einem Kursziel von 1.100 Euro zum Kauf (27 % Potenzial), weist aber auch darauf hin, dass nach der steilen Rally seit Jahresbeginn das Risiko für eine Korrektur gestiegen sei.







