Als Europas führender Halbleiterhersteller und globaler Spitzenreiter bei Leistungshalbleitern (Power-Systems) entwickelt Infineon Technologies [WKN: 623100, ISIN: DE0006231004] laut Focus Money (Ausgabe 43/2026) Schlüsseltechnologien für zentrale Zukunftsfelder. In nahezu jedem zweiten europäischen Auto seien Chips der Bayern verbaut.
Halbleiter von Infineon steuern in Autos das Batteriemanagement, Fahrerassistenzsysteme sowie Motor- und Sicherheitssteuerung. Außerdem sorgen Leistungshalbleiter für eine effiziente Stromwandlung an Ladesäulen, bei Wärmepumpen und Energieanlagen. Zudem habe Infineon passende Lösungen für Mikrocontroller und Sicherheitschips für kontaktloses Bezahlen sowie das Internet der Dinge (IoT) im Portfolio.
Die Zahlen für das Fiskaljahr 2026 dürften einige Rekorde bereithalten
Für das Fiskaljahr 2026 werde Infineon am 10. November die Zahlen vorlegen. Das Management selbst gehe von einem Rekordumsatz in Höhe von rund 16,3 Mrd. Euro aus. Wachstumstreiber seien das boomende Geschäft mit KI-Stromversorgungslösungen und industrielle Steuerungen.
Die solide Eigenkapitalrendite begünstige den Kapazitätsausbau. Die 5 Mrd. Euro teure "Smart Power Fab" in Dresden sei im Juli 2026 eröffnet worden und befinde sich jetzt planmäßig in der Phase des Hochlaufs.
Zweistellige Wachstumsraten habe Infineon zuletzt mit Energieversorgungslösungen für KI-Server-Racks erzielt. Bald dürfe der Bereich 1,5 bis 1,6 Mrd. Euro zum Umsatz beitragen und die zyklische Konsolidierung im Autosektor kompensieren.
Durch den Einsatz innovativer Siliziumkarbid- und Galliumnitrid-Halbleiter könne Infineon den enormen Energiebedarf moderner KI-Infrastrukturen drastisch reduzieren. Zudem positioniere sich der DAX-Konzern im künftigen Wachstumsmarkt der "Physical AI" (Robotik). Focus Money rät mit einem Kursziel von 87 Euro zum Kauf (64 % Potenzial).