heute werfen wir einen Blick auf die Aktie von BASF. Das Chemie-Unternehmen ist mit über 39 Mrd. Euro an der Börse bewertet.
Seit 2022 bewegt sich die Aktie von BASF (BAS) in einem ausgeprägten Seitwärtskanal. Die Zone zwischen 48,00 und 54,00 Euro deckelt den Kurs massiv. Ein nachhaltiger Ausbruch über 54,00 Euro wäre ein starkes Kaufsignal. Die Marke von 40/41 Euro hat sich als "Betonboden" erwiesen. Hier griffen Käufer in der Vergangenheit zuverlässig zu. Die graue Linie im Chart ist die 40-Wochenlinie (entspricht der 200-Tage-Linie). Aktuell notiert der Kurs bei 44,70 Euro leicht über dieser Linie und knapp unterhalb des Widerstands bei 45,58 Euro. Das deutet auf eine neutrale bis leicht konstruktive Stimmung hin. Der Slow Stochastik-Indikator steht bei rund 70 Punkten und steigt. Er nähert sich der "überkauften" Zone, was kurzfristig auf ein begrenztes Aufwärtspotenzial hindeutet, bevor eine kleine Verschnaufpause fällig sein könnte.
Bevorzugtes Szenario: Long-Einstieg über 45,60 Euro, SL unter 41 Euro.
Das Chemie-Unternehmen leidet seit einiger Zeit unter Nachfrageschwäche und gesunkenen Preisen. Neben der mauen Konjunktur belastet die US-Zollpolitik. Das Analysehaus Warburg Research hat BASF am 8. Januar von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 43 auf 53 Euro angehoben. Im Geschäftsjahr 2026 dürfte BASF von operativen Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr profitieren, die insbesondere in der 2. Jahreshälfte 2026 an Dynamik gewinnen dürften, so die Experten. Am neuen großen Verbundstandort des Chemie-Riesen im chinesischen Zhanjiang ging gerade ein Steamcracker, eine Großanlage zur Aufspaltung von Rohbenzin mit Hilfe von Dampf, in Betrieb. Für den Betrieb seiner Hauptkompressoren wird Strom zu 100 % aus erneuerbaren Quellen verwendet. BASF erwartet, dass rund 80 % des Wachstums in der Chemieindustrie bis zum Jahr 2035 auf die Region Asien-Pazifik konzentriert sein werden.