Bayer (ISIN: DE000BAY0017) legte im Mai 2026 solide Q1-Zahlen vor. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 4,1% auf 13,4 Mrd. EUR. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) kletterte auch dank einer Lizenzzahlung im Sojageschäft um 12,9% auf 2,71 EUR. Aufgrund massiver Auszahlungen für Rechtsstreitigkeiten wie Glyphosat und PCB in Höhe von rund 2,0 Mrd. EUR sackte der Free-Cashflow auf minus 2,3Mrd. EUR ab und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert. Hintergrund der Entwicklung ist die starke Performance der Division Crop Science, die den Umsatzrückgang bei wichtigen Pharmaprodukten ausglich. Trotz anhaltender Belastungen durch Gegenwind bei den Wechselkursen blickt das Management zuversichtlich nach vorn und bestätigte den währungsbereinigten Jahresausblick für 2026 vollumfänglich.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Aktie von Bayer in einem jahrelangen, übergeordneten Abwärtstrend. Dieser wurde nach Erreichen der Hochs bei ca. 150 EUR vor über zehn Jahren eingeleitet. Grundsätzlich gilt: Solange dieser Abwärtstrend nicht nachhaltig nach oben durchbrochen wird, ist im übergeordneten Kontext mit weiter fallenden Kursen zu rechnen. Ein Befreiungsschlag gelingt erst, wenn die Aktie über die Marke von 52 EUR ansteigt. Im Anschluss lägen die nächsten Kursziele bei 69 EUR, gefolgt von 83 EUR und 123 EUR. Derzeit generiert die Slow Stochastik jedoch ein Verkaufssignal. In den nächsten Monaten drohen neue Rücksetzer, nachdem Bayer zuletzt nur die Unterkante des Abwärtstrends ansteuern konnte. Relevante Unterstützungen befinden sich in der Zone von 33EUR und 25EUR. Ich bleibe an der Seitenlinie, bis sich ein klarer Turnaround andeutet.