Der weltweite Luxusmarktführer LVMH (ISIN: FR0000121014) hat am 13. April 2026 seine Zahlen für das erste Quartal vorgelegt und damit die angespannte Lage im Sektor bestätigt. Der Umsatz sank auf berichteter Basis um 6% auf 19,1 Mrd. EUR, was vor allem auf massive Währungseffekte zurückzuführen ist. Organisch gelang zwar ein minimales Plus von 1%, was jedoch eine deutliche Verlangsamung im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Besonders die Kernsparte "Mode & Lederwaren" enttäuschte mit einem organischen Rückgang von 2% auf 9,2 Mrd. EUR. Der Gewinn pro Aktie (EPS) für das Gesamtjahr 2025 lag zuletzt bei 21,84 EUR, während für 2026 eine leichte Erholung auf 22,96 EUR prognostiziert wird. Der Free-Cashflow wird durch die hohen Lagerbestände und Investitionen in exklusive Store-Netzwerke gebunden. Hintergrund der Entwicklung ist die anhaltende Konsumzurückhaltung in China, die durch den Konflikt im Nahen Osten und schwache Tourismusströme verschärft wird. Einzig die Sparte "Uhren & Schmuck" glänzte dank Tiffany & Co. mit 7% organischem Wachstum. Für den Ausblick setzt CEO Bernard Arnault auf die geografische Ausgewogenheit und die Innovationskraft der Marken. Dennoch bleibt das Marktumfeld 2026 volatil. Analysten mahnen, dass die Phase der post-pandemischen Exzellenz beendet ist und der Sektor nun in eine Phase der Normalisierung eintritt.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich LVMH in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Allerdings ging die Aktie nach Erreichen des Allzeithochs bei ca. 905 Euro im Jahre 2023 in eine mehrjährige Korrektur über. Im Zuge dieser Korrektur ist ein Abwärtstrend entstanden. Grundsätzlich gilt: solange dieser nicht nachhaltig nach oben durchbrochen wird, ist mit weiter fallenden Kursen zu rechnen. Allerdings steuerte die Aktie zuletzt die Unterstützung bei 440 Euro in Kombination zum Bereich des 38,2er Fibonacci-Retracements an. Eine erste Gegenbewegung konnte eingeleitet werden, welche jedoch wieder vereitelt wurde. Es deuten sich jedoch erste, übergeordnete Stabilisierungstendenzen an. Das Bild hellt sich auf, wenn LVMH über 550 Euro ansteigt. Hier befinden sich relevante Widerstände in Kombination zum Abwärtstrend sowie dem GD100 (monthly). Gelingt der Breakout, könnte die Aktie recht schnell die nächsten Zielzonen bei 655, 770 und 1.000 Euro ansteuern. Kann sich LVMH allerdings nicht in der Zone von 400 bis 440 Euro stabilisieren, droht ein weiterer Abverkauf.
Bevorzugtes Szenario: Long-Einstieg über 550 Euro.
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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: LVMH.







