Nike (ISIN: US6541061031) setzt auf einen Neuanfang. Nach anhaltendem Umsatzdruck und verfehlten Innovationen hat der Sportartikelriese mit der Rückkehr von Veteran Elliott Hill an die Konzernspitze die Wende eingeleitet. Der Fokus liegt wieder auf dem klassischen Sportfachhandel, der Bereinigung veralteter Produktlinien sowie beschleunigten Innovationszyklen. Gleichzeitig belasten externe Faktoren wie behördliche Razzien gegen großangelegte Produktfälschungen in Vietnam das Markenumfeld. Dennoch werten Investoren den Strategiewechsel positiv. Zuletzt meldete Nike 11.6 Mrd. USD Umsatz, während F&E-Investitionen die Running-Pipeline stärken. Aus charttechnischer Sicht steckt die Nike-Aktie weiterhin fest in den Fängen der Bären. Der Absturz unter die Schlüsselmarke von 50 USD gab dem Abwärtsstrudel zusätzliche Dynamik, sodass der Sportartikelgigant vom Hoch gerechnet mehr als drei Viertel seines Börsenwerts einbüßte. Eine veritable Auffangzone lässt sich erst im Fenster zwischen 35 USD und 40 USD ausmachen. Genau in diesen Rücksetzer hinein habe ich meine Position aufgestockt. Zwar bleibt das übergeordnete Chartbild angeschlagen, doch ein nachhaltiger Sprung zurück über 50 USD würde für spürbare Entlastung sorgen. Der finale Turnaround gelingt erst beim Ausbruch aus dem Abwärtstrend – erst dann winken Ziele bei 68 USD, 80 USD sowie 105 USD.
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