Der Fintech-Pionier PayPal (ISIN: US70450Y1038) überzeugt im Mai 2026 mit starken Zahlen für das erste Quartal. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 7% auf 8,35 Mrd. USD. Trotz eines leichten Rückgangs beim GAAP-Ergebnis übertraf das bereinigte Ergebnis pro Aktie (EPS) mit 1,34 USD die Prognosen deutlich. Der operative Free-Cashflow lag bei soliden 0,9 Mrd. USD (bereinigt 1,7 Mrd. USD). Hintergrund der Erholung unter CEO Alex Chriss ist die rasant steigende Adoption des neuen Gast-Checkouts "Fastlane", der die Conversion-Rate für Händler um bis zu 50 % steigert. Zudem wurde im April eine KI-gestützte Restrukturierung eingeleitet, die jährlich 1,5 Mrd. USD einsparen soll. Für den Ausblick bleibt das Management zwar konservativ, doch Analysten bewerten das Gesamtjahr 2026 dank stabiler Transaktionsmargen und der Expansion von Venmo zunehmend optimistisch.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich PayPal innerhalb einer übergeordneten, starken Abwärtsbewegung. Es kristallisiert sich eine fallende Keilformation heraus. Grundsätzlich gilt: Solange sich die Aktie in diesem Keil aufhält, ist mit weiter fallenden Kursen zu rechnen. Allerdings konnte PayPal die im Zeitraum 2024/2025 angestaute überkaufte Situation vollständig abbauen. Erste Stabilisierungstendenzen wurden jedoch wieder größten Teils abverkauft. Die Aktie steuert derzeit die vergangenen Tiefs bei 38 USD an. Ein nachhaltiges Kaufsignal im Oszillator lässt auf sich warten. Die Chancen auf eine – zumindest – technische Gegenbewegung nehmen jedoch allmählich zu. Kann PayPal den Widerstand bei 53 USD nach oben durchbrechen, entsteht ein erstes Signal für einen Turnaround. Im Anschluss befinden sich die nächsten Hürden bei 62 USD, gefolgt von 70 und 80 USD.
Bevorzugtes Szenario: Abwarten.
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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: PayPal.







