Liebe Börsianer,
Oppenheimer Holdings (OPY) blickt auf ein Rekordjahr zurück und startet mit Rückenwind ins laufende Geschäftsjahr. Das US-Investmenthaus, dessen zwei Standbeine Wealth Management und Capital Markets sind, meldete für 2025 einen Rekordumsatz von 1,6 Mrd. USD und ein Rekordergebnis von über 14 USD je Aktie. Getragen wurde das Wachstum von Rekordprovisionen im Privatkundengeschäft und Rekord-Beratungshonoraren; 69 % der Wealth-Management-Erlöse stammen mittlerweile aus wiederkehrenden Advisory Fees. Im Kapitalmarktgeschäft zog das Investmentbanking um 51 % an, was rückläufige Zinserträge infolge mehrerer Fed-Zinssenkungen mehr als ausglich.
Die Dynamik setzte sich im 1. Quartal 2026 fort: Die Investmentbanking-Erlöse verdoppelten sich gegenüber dem Vorjahresquartal, getrieben von mehreren abgeschlossenen Großtransaktionen. Unter dem Strich stand dennoch ein GAAP-Nettoverlust von 20,6 Mio. USD bzw. 1,93 USD je Aktie – Folge zweier Sondereffekte: einer Rückstellung von 70 Mio. USD für den Vergleich in der Cash-Sweep-Sammelklage sowie einer Belastung von 22,3 Mio. USD aus aktienkursgebundenen Vergütungsprogrammen für Finanzberater, ausgelöst durch den 23%igen Kursanstieg im Quartal. Bereinigt um beide Effekte lag das Nettoergebnis bei 47,5 Mio. USD bzw. 4,46 USD je Aktie. Das Eigenkapital sank leicht, langfristige Schulden bestehen weiterhin nicht.
Der Vorstand erhöhte die Quartalsdividende um 0,02 USD auf 0,20 USD je Aktie. Die Aktie überschritt im 1. Quartal bei der Marktkapitalisierung erstmals die Marke von 1 Mrd. USD. Das konzerneigene Einlagenprogramm verwaltete zuletzt 3 Mrd. USD über 50 Partnerbanken und erwirtschaftete in den vergangenen zwölf Monaten 110,9 Mio. USD Zinsertrag. Eine mögliche Wiederbelebung des IPO-Marktes gilt im Haus als zusätzlicher Wachstumstreiber für das Kapitalmarktgeschäft.
Oppenheimer Holdings (ISIN US6837971042): Die Aktie bleibt nach dem Kursanstieg der vergangenen Monate ein Substanzwert mit stabiler Dividende und schuldenfreier Bilanz. Trendfolger setzen auf einen Ausbruch.
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Viele Grüße
Stephan Bank!
Chefredakteur des aktien Magazins und MEGATREND Echtgelddepots





