seit dem 2. Quartal 2026 ist der sogenannte Entwicklungssaldo mit Sanofi getilgt. Über Jahre zahlte Regeneron Pharmaceuticals (REGN) damit Forschungskosten zurück, die der französische Partner vorgestreckt hatte. Im 3. Quartal verbuchte der US-Biotechkonzern erstmals seinen vollen Gewinnanteil am Entzündungsmedikament Dupixent. Die Erlöse aus der Sanofi-Kooperation erreichten 2,7 Mrd. USD, der Gewinnanteil allein stieg um 77 %. Dupixent setzte weltweit 6,5 Mrd. USD um, währungsbereinigt 35 % mehr als im Vorjahr. In den USA übersprang das Mittel erstmals die Marke von 5 Mrd. USD pro Quartal.
Auch die eigenen Marken legten zu: Das Augenmedikament EYLEA HD wuchs in den USA um 62 % auf 699 Mio. USD, das Krebsmittel Libtayo um 51 % auf 550 Mio. USD. Das alte EYLEA verliert dagegen durch Nachahmerpräparate 41 % auf 400 Mio. USD.
Anfang Oktober haben Regeneron und Sanofi ihre Allianz erweitert. Regeneron bringt vier Antikörper ein, die wie Dupixent am IL-4/IL-13-Signalweg ansetzen, aber nur alle drei bis sechs Monate gespritzt werden. Sanofi zahlt im 4. Quartal 1 Mrd. USD vorab, bis zu 7 Mrd. USD an Meilensteinen folgen. Die erste Milliarde fließt mit dem Start der Phase-III-Studien Ende 2027 oder Anfang 2028. Das ist ein Baustein für die Zeit nach dem US-Patentablauf von Dupixent im März 2031.
Im November entscheidet die FDA über Cemdisiran gegen Myasthenia gravis, eine Muskelschwäche-Erkrankung. Ein siRNA-Wirkstoff gegen Fettleber senkte das Leberfett nach einer Einzeldosis binnen 12 Wochen um rund 70 %. Mit 16,2 Mrd. USD Nettoliquidität kauft Regeneron 2026 Aktien für rund 3 Mrd. USD zurück.
Regeneron Pharmaceuticals (ISIN US75886F1075): Das Unternehmen bleibt ein Qualitätswert mit breiter Pipeline. Im TraderFox-Wachstums-Check erreicht die Aktie 13 von 15 Punkten, das PEG von 2,5 preist das Wachstum bereits ein. Die Aktie brach unter erhöhtem Volumen über den Widerstand bei rund 850 USD aus und ist damit für Trader interessant. Rücksetzer sind Einstiegschancen.