Das Medizintechnikunternehmen ResMed (RMD) sich als Weltmarktführer für Gesichtsinterfaces im Bereich Schlaf- und Atemgesundheit. Geliefert werden primär PAP-Beatmungsgeräte, Masken, Zubehör und Softwarelösungen für die Behandlung von Patienten mit Schlafapnoe. Schätzungsweise sind davon weltweit 1 Mrd. Menschen betroffen, wobei 80 % der Fälle bisher unentdeckt bleiben. Smart Watches von Apple, Samsung oder Garmin helfen bereits dabei, Anzeichen zu erkennen. Die Diagnosen könnten aber auch durch den am 3. April in den USA eingeführten Heimtest "NightOwl" zunehmen. Statt ins Schlaflabor zu gehen, können Patienten einfach einen Fingersensor und die Smartphone-App nutzen.
Trotz der im Dezember von Eli Lilly gesicherten FDA-Zulassung beim GLP-1-Medikament Zepbound für die Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe bestätigt der Konkurrent in Schulungsunterlagen die höchste Wirksamkeit durch CPAP-Therapien. ResMed verfolgt bereits 1,2 Mio. Patienten, die Verschreibungen für GLP-1- und PAP-Therapien erhalten haben. Diese Gruppe soll PAP-Behandlungen 10 % häufiger starten und eine höhere Therapietreue aufweisen. Mit der neuen AirTouch-Technologie soll Kunststoff durch weiche und hautfreundliche Materialien ersetzt werden. Laut CEO Michael Farrell könnte die neue Technologie "den Wettbewerb im Bereich der Maskeninnovation nachhaltig verändern." Auch außerhalb der Medizintechnik werden seit Dezember neue Kopfbänder als Premium-Zubehör für das Mixed-Reality-Headset Apple Vision Pro verkauft.
Das 2. Quartal konnte die Erwartungen dank einer hohen AirSense 10- und AirSense 11-Nachfrage mit einem Umsatzplus von 10 % und einer Nettogewinnsteigerung von mehr als 29 % übertreffen. Laut der BofA dürften neue Zölle den Gewinn je Aktie im Fiskaljahr 2026 um 6 % reduzieren, dennoch bleiben diese trotz einer Abstufung von 290 auf 280 USD (Buy) zuversichtlich.