Solidion Technology ist ein kleiner Batteriehersteller aus Dallas, mit einer Marktkapitalisierung von 320 Mio. USD, der über einen SPAC-Börsengang Anfang 2024 an die Nasdaq kam und an Materialien für Feststoffbatterien arbeitet. Am 4. Juni stellte das Unternehmen die Gen-ECB vor, eine Batterie für Satelliten, erdnahe Rechenzentren und künftige Mondmissionen. Die Reaktion fiel heftig aus: Die Aktie schloss am selben Tag bei 22,70 USD, ein Plus von rund 350 % gegenüber dem Vortagsschluss von 5,04 Dollar. Bis zum Wochenende summierte sich das Plus auf etwa 670 %, die beste Wochenbilanz der Unternehmensgeschichte.
Eine Erzählung aus zwei der heißesten Markttrends
Solidion verkauft sich als Profiteur des kommenden Weltraumbooms und nennt im selben Atemzug SpaceX Starship und das Artemis-Programm der NASA. Die Gen-ECB soll dank Graphen von minus 80 bis 60 Grad Celsius arbeiten und bei minus 40 Grad mehr als 500 Ladezyklen überstanden haben. CEO Jaymes Winters spricht von aktiven Gesprächen mit Partnern aus der Luft- und Raumfahrt. Die Geschichte trifft damit gleich zwei Trends, die Anleger derzeit jagen: Raumfahrt und Energie für Künstliche Intelligenz.
Die offizielle Lesart trifft auf 85.000 USD Umsatz
Gegen diese Erzählung steht die Bilanz. Einen unterzeichneten Vertrag mit der NASA oder SpaceX gibt es nicht. Im 1. Quartal setzte Solidion 85.426 USD um, bei einem Nettoverlust von 1,43 Mio. USD und einem Kassenbestand von knapp 39.000 USD. Analysten verweisen zudem auf Zweifel am Fortbestand und auf eine hohe Abhängigkeit von neuen Aktienausgaben. Passend dazu platzierte das Unternehmen am 8. Juni eine Kapitalerhöhung über 35 Mio. USD. Die Rally mündete also zuerst in frisches Eigenkapital, nicht in einen Kundenauftrag.
Wann man mitgehen könnte
Der nächste belastbare Datenpunkt wäre ein unterschriebener Liefervertrag mit einem Raumfahrtkunden. Wenn eine Meldung dieser Art kommt, dann könnte man tatsächlich bei der Aktie mitgehen, wobei es hier nun durchaus schnell zu einem Rücksetzer ans Ausbruchsniveau Richtung 30 USD kommen könnte. (STI)
Eine Erzählung aus zwei der heißesten Markttrends
Solidion verkauft sich als Profiteur des kommenden Weltraumbooms und nennt im selben Atemzug SpaceX Starship und das Artemis-Programm der NASA. Die Gen-ECB soll dank Graphen von minus 80 bis 60 Grad Celsius arbeiten und bei minus 40 Grad mehr als 500 Ladezyklen überstanden haben. CEO Jaymes Winters spricht von aktiven Gesprächen mit Partnern aus der Luft- und Raumfahrt. Die Geschichte trifft damit gleich zwei Trends, die Anleger derzeit jagen: Raumfahrt und Energie für Künstliche Intelligenz.
Die offizielle Lesart trifft auf 85.000 USD Umsatz
Gegen diese Erzählung steht die Bilanz. Einen unterzeichneten Vertrag mit der NASA oder SpaceX gibt es nicht. Im 1. Quartal setzte Solidion 85.426 USD um, bei einem Nettoverlust von 1,43 Mio. USD und einem Kassenbestand von knapp 39.000 USD. Analysten verweisen zudem auf Zweifel am Fortbestand und auf eine hohe Abhängigkeit von neuen Aktienausgaben. Passend dazu platzierte das Unternehmen am 8. Juni eine Kapitalerhöhung über 35 Mio. USD. Die Rally mündete also zuerst in frisches Eigenkapital, nicht in einen Kundenauftrag.
Wann man mitgehen könnte
Der nächste belastbare Datenpunkt wäre ein unterschriebener Liefervertrag mit einem Raumfahrtkunden. Wenn eine Meldung dieser Art kommt, dann könnte man tatsächlich bei der Aktie mitgehen, wobei es hier nun durchaus schnell zu einem Rücksetzer ans Ausbruchsniveau Richtung 30 USD kommen könnte. (STI)







