Die Federal National Mortgage Association, allgemein bekannt als Fannie Mae, ist ein von der US-Regierung gefördertes Unternehmen, das die Liquidität, Stabilität und Erschwinglichkeit des US-amerikanischen Wohnungsbaumarktes sichert. Das Unternehmen vergibt selbst keine Hypotheken an Endverbraucher, sondern kauft Hypothekenkredite von Finanzinstituten auf, um diese zu verbriefen und als hypothekenbesicherte Wertpapiere an Investoren weiterzuveräußern. Gegründet im Jahr 1938 im Rahmen des New Deal zur Unterstützung des Wohnungsmarktes, wurde das Institut im Jahr 1968 in eine private Aktiengesellschaft umgewandelt. Infolge der globalen Finanzkrise wurde Fannie Mae im September 2008 unter die staatliche Zwangsverwaltung der Federal Housing Finance Agency gestellt, in der es sich weiterhin befindet. Zusammen mit ihrer Schwestergesellschaft Freddie Mac sichert das Unternehmen einen erheblichen Teil des US-amerikanischen Marktes für Wohnungsbaufinanzierungen ab und trägt maßgeblich zur Bereitstellung von langfristigem Kapital für den Immobiliensektor bei.