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Diese drei vielversprechenden US-Diagnostikwerte gehören nach scharfem 3-Tagesrücksetzer auf die Watchliste!

Bildherkunft: AdobeStock_901717031

CareDx - Profiteur des Medicare-Erstattungsbeschlusses mit + 230 % Performance in 2026

Das 1998 gegründete Unternehmen aus Kalifornien, CareDx (CDNA), das auf Präzisionsmedizin für Transplantationspatienten spezialisiert ist, zählt in 2026 zu den auffälligsten Gewinnern im US-Diagnostiksektor. So erzielte die Aktie seit Jahresbeginn eine Performance von gut 230 Prozent.

Der Kern des Geschäftsmodells sind nichtinvasive Bluttests, die nach einer Organtransplantation früh erkennen sollen, ob der Körper das neue Organ abstößt. Das Flaggschiff ist "AlloSure Kidney" für Nierentransplantierte. Der Test misst, wie viel Erbgut des Spenderorgans im Blut des Empfängers zirkuliert. Bei Herzpatienten kommen "AlloSure Heart", inzwischen auch für Kinder, und "AlloMap" zum Einsatz, das die Genaktivität des Immunsystems auswertet. "AlloSure Lung" überwacht Lungentransplantationen. Ergänzt wird das Angebot durch Patientendienste samt eigener Apotheke sowie Software, die Abläufe in Transplantationszentren automatisiert. Im Entwicklungsstadium befinden sich "HistoMap Kidney", ein Gewebetest zur genaueren Einordnung von Abstoßungen, und "AlloHeme" für Stammzelltransplantationen. Das Laborproduktgeschäft wurde Ende Juni an das Unternehmen Eurobio Scientific veräußert, während die Firma Naveris übernommen wurde. Der Test NavDx von Naveris erkennt Rückfälle bei Rachenkrebs, der durch HPV (Humanes Papillomavirus) ausgelöst wird.

Gegenwärtig gibt es zwei "Stories", die der Markt spielt. Erstens die Erleichterung bei Medicare: Die endgültige Erstattungsrichtlinie bestätigt die Kostenübernahme für Kontrolltests bei Niere, Herz und Lunge. Medicare steht für rund 30 Prozent des Umsatzes bei CareDx. Seit dem 30. August ist jedoch die Testhäufigkeit begrenzt. Zweitens ist der Umbau zum Anbieter für Transplantation, Krebs und Zelltherapie zu nennen.

Am 30. Juli meldete CareDx für das zweite Quartal einen Umsatz von 132 Millionen Dollar nach 87 Millionen im Vorjahr. Analysten hatten 114 Millionen Dollar erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,37 Dollar gegenüber 0,10 Dollar vor einem Jahr. Die Wall Street rechnete mit 0,23 Dollar. Die Jahresumsatzprognose wurde auf 490 bis 500 Millionen Dollar angehoben. Die Zahlen pulverisierten die Märkte. Die Aktie schoss um bis zu 30 Prozent nach oben.

Letzte Woche markierte die Aktie ein neues fünf Jahreshoch, bevor sie innerhalb von drei Tagen scharf zurücksetzte. Knapp oberhalb des gleitenden 20 Tagedurchschnitts (GD) fand sie jedoch Unterstützung. Das ist konstruktiv. Falls die Aktie nun eine Konsolidierung etabliert, bietet es sich an, den Ausbruch aus dieser Konsolidierung zu kaufen.

CareDX Wachstumscheck

Quelle: Wachstums-Check TraderFox

Illumina - Wiederkehrende Umsätze, zwei "Marktstories" und ein Chart nahe eines Mehrjahreshochs

Illumina (ILMN) aus Kalifornien wurde 1998 gegründet und stellt die Geräte und Reagenzien her, mit denen Forscher und Ärzte Erbgut in großem Umfang auslesen.

Das Geschäftsmodell folgt dem Prinzip von Drucker und Tinte. Ein Druckerhersteller verkauft das Gerät einmal. Sein eigentliches Geld verdient er mit den Patronen, die der Kunde immer wieder nachkaufen muss. Illumina arbeitet ähnlich. Labore, Kliniken und Pharmakonzerne kaufen zunächst einen Sequenzierer, etwa das Spitzengerät NovaSeq X oder kleinere Modelle wie NextSeq und MiSeq. Für jeden einzelnen Analyselauf brauchen sie danach neue Reagenzien und Probenkits, die genau auf diese Geräte abgestimmt sind. Diese Verbrauchsmaterialien bringen Illumina den größten Teil des Umsatzes. Jedes aufgestellte Gerät sorgt so über viele Jahre für wiederkehrende Einnahmen. Je intensiver ein Kunde seine Maschine nutzt, desto mehr kauft er nach. Steigt etwa die Zahl der Krebstests in Kliniken, wächst Illuminas Umsatz automatisch mit. Somit sind Folgeumsätze besser planbar als einmalige Geräteverkäufe. Außerdem bietet das Unternehmen seinen Kunden eine Analysesoftware. Hier geht es darum, dass ein Sequenzierer zunächst riesige Mengen an Rohdaten liefert, also Millionen kurzer DNA-Bruchstücke. Diese müssen zusammengesetzt und mit einem Referenzgenom abgeglichen werden, um etwa krankheitsrelevante Veränderungen zu erkennen. Genau das übernimmt die Analysesoftware mit dem Namen DRAGEN ("Dynamic Read Analysis for Genomics" bzw. dynamische Leseanalyse für die Genomik). Des Weiteren bietet Illumina die Analyse von Proteinen an. Die übernommene Firma SomaLogic hat eine Technik entwickelt, mit der sich aus einer einzigen Blutprobe Tausende Proteine messen lassen. Das Ziel: Kunden sollen Gene und Proteine auf einer Plattform untersuchen können, ausgelesen auf Illumina-Geräten. Damit erschließt sich der Konzern einen zusätzlichen Markt und neue Umsätze mit Verbrauchsmaterialien. Letztlich wird das Geschäftsmodell durch Wartungsverträge für die Sequenzierer abgerundet.

Der Markt spielt derzeit zwei "Stories". Die erste handelt von der Verlagerung der Genanalyse in die Medizin, etwa in die Krebsdiagnostik. Klinische Kunden stehen inzwischen für den Großteil des Umsatzes mit Verbrauchsmaterialien. Die zweite "Story" dreht sich um künstliche Intelligenz. Mit dem Billion Cell Atlas bietet Illumina Pharmakonzernen Zelldaten zum Trainieren ihrer Modelle an. AstraZeneca, Merck und Eli Lilly sind bereits Kunden.

Am 30. Juli 2026 meldete Illumina für das zweite Quartal ein Umsatzwachstum von knapp 10 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar. Analysten hatten 1,13 Milliarden Dollar erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg von 1,19 auf 1,31 Dollar und lag damit über der Erwartung von 1,23 Dollar. Außerdem erhöhte das Management die Jahresprognose, beim Umsatz auf 4,60 bis 4,64 Milliarden Dollar Umsatz und beim Gewinn je Aktie auf 5,30 bis 5,40 Dollar.

Letzte Woche hat die Aktie ein neues 4,5 Jahreshoch markiert, bevor es zu einem scharfen 3-Tagesrücksetzer kam. Der 20 GD erwies sich als gute Unterstützung, wobei es kurz zu einem "washout" unter diesen GD kam. Das hat vermutlich die schwachen Hände bzw. Trader aus der Aktie gedrückt. Falls diese nun eine Konsolidierung etabliert, bietet es sich an, beim Ausbruch eine Position zu eröffnen.

Illumina Wachstumscheck

Quelle: Wachstums-Check TraderFox

Natera - Krebsüberwachung per Blut als Behandlungsstandard und ein Chart nahe des Allzeithochs

Natera (NTRA) zählt zu den am schnellsten wachsenden Diagnostikfirmen an der Nasdaq. Das Unternehmen aus Texas wurde 2004 gegründet und ging 2015 an die Börse.

Das Geschäftsmodell ist auf eine Technologie fokussiert, die zellfreie DNA aus einer Blutprobe auswertet. Natera verdient sein Geld mit Labortests, die Versicherer und staatliche Programme wie Medicare bezahlen. Wichtigstes Produkt ist "Signatera". Der Test spürt nach einer Operation Krebsreste auf und ist auf den Tumor jedes Patienten zugeschnitten. Fachleute sprechen von MRD ("Minimal Residual Disease" bzw. minimale Resterkrankung). Die zweite Säule ist "Panorama", ein Bluttest für Schwangere. Es handelt sich um einen nicht-invasiven vorgeburtlichen Test, der freie DNS aus dem Blut der Mutter analysiert und Chromosomenstörungen beim ungeborenen Kind erkennen kann. Die dritte ist Prospera, das Abstoßungen nach Nierentransplantationen erkennt.

Außerdem ist zu betonen, dass Natera aktuell die größte Einzelposition im Duquesne Family Office ist, das das Privatvermögen der Investorenlegende Stanley Druckenmiller verwaltet. 

Der Markt spielt derzeit die "Story", dass sich die Krebsüberwachung per Blut vom Nischenprodukt zum Behandlungsstandard entwickeln wird. Im Mai erhielt Signatera eine Zulassung der FDA ("Food and Drug Administration" bzw. amerikanische Arzneimittelbehörde) als Begleitdiagnostikum bei Blasenkrebs. Dies ist laut Natera eine Premiere für diese Testart. Japan und Europa folgten.

Am 6. August 2026 meldete Natera Zahlen zum zweiten Quartal. Der Umsatz stieg um 38 Prozent auf 753 Millionen Dollar, nach 547 Millionen im Vorjahr. Analysten hatten rund 661 Millionen erwartet. Der Verlust je Aktie sank auf 0,47 Dollar nach 0,74 Dollar. Die Wall Street erwartete 0,53 Dollar. Außerdem hob das Management die Umsatzprognose für 2026 auf 2,85 bis 2,91 Milliarden Dollar an. Das pulverisierte die Märkte. Die Aktie schoss gut 20 Prozent nach oben.

In der letzten Woche sahen wir einen schärferen Rücksetzer von drei Tagen zurück zum 20 GD inkl. "Shakeout" unter diesen Durchschnitt. Das hat vermutlich etliche Trader aus der Aktie gedrückt und könnte nun den Weg für den weiteren Anstieg ebnen. Eine kurzfristige Konsolidierung wäre jetzt wünschenswert. Dem Ausbruch aus dieser Konsolidierung kann gefolgt werden.

Natera Wachstumscheck

Quelle: Wachstums-Check TraderFox

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