Humana (HUM) hatte das 1. Quartal 2026 besser als erwartet abgeschlossen. Der US-Krankenversicherer meldete Ende April einen Gewinn je Aktie von 10,31 USD, der 11 Cent über dem Konsens lag– bei einem Umsatz von 39,65 Mrd. USD, einem Plus von 23,5 % gegenüber dem Vorjahr.
CEO James Rechtin gab die Tonlage vor: "Wir sind zufrieden mit unserem ersten Quartal, weil wir genau da sind, wo wir erwartet haben zu sein." Die Botschaft war klar: kein Triumphgeheul, aber auch kein Krisenmanagement – plangemäßes Abarbeiten einer ambitionierten Sanierungsstrategie.
Kernziel bleibt die Rückkehr zu einer nachhaltigen Medicare-Advantage-Marge von mindestens 3 % bis 2028. Für 2026 peilt Humana eine Verdoppelung der Individual-MA-Marge an. Auf dem Weg dorthin bleibt die strukturelle Herausforderung bestehen: Die staatlichen Vergütungssätze halten mit dem medizinischen Kostentrend nicht Schritt. Für das Bietjahr 2027 kündigte Rechtin daher Leistungskürzungen an – ein unpopulärer, aber notwendiger Schritt.
Positiv zu vermerken: Das Medicaid-Segment wuchs um rund 50.000 Mitglieder, angetrieben durch neue Programme in Michigan, Illinois und South Carolina. Die Tochter CenterWell verzeichnete sequenziell 110.000 neue Primärversorgungspatienten. Die Übernahme von MaxHealth erweitert das Netz in Florida.
Humana (ISIN US4448591028): Für Anleger bleibt Humana eine Turnaround-Wette mit klarem Fahrplan – aber auch mit Gegenwind aus dem Gesundheitssystem, der sich 2027 weiter verschärfen dürfte. Ein KGV von 37 bei einem erwarteten EPS-Wachstum von 76 % im kommenden Jahr erscheint nicht teuer.
Unser beliebtestes Produkt ist die aktien Flatrate mit der Trader-Zeitung und Zugriff auf alle Magazine für 49 Euro pro Monat. Jetzt für 3 Monate testen: https://aktienmagazin.de/produkte/
Viele Grüße
Stephan Bank!
Chefredakteur des aktien Magazins und MEGATREND Echtgelddepots