Das KI-Unternehmen Anthropic geht bei der Einführung seines neuen Modells "Claude Mythos Preview" bewusst vorsichtig vor. Hintergrund sind Befürchtungen, dass die Technologie von Hackern missbraucht werden könnte, um gezielt Schwachstellen in Software auszunutzen. Statt einer breiten Verbreitung setzt das Unternehmen daher auf eine kontrollierte Freigabe für ausgewählte Partner.
Mythos-Modell erkennt kritische Sicherheitslücken
Im Kern handelt es sich um ein leistungsstarkes KI-System, das gezielt Sicherheitslücken in Software identifizieren kann. Laut Anthropic entdeckt das Modell sogar Fehler, die bislang über Jahrzehnte unentdeckt geblieben sind. Die Fähigkeiten basieren vor allem auf fortgeschrittenem Coding und logischem Schlussfolgern, nicht auf einer reinen Spezialisierung auf Cybersecurity.
Große Tech-Konzerne als erste Partner
Zum Start erhalten unter anderem Microsoft, Amazon, Apple sowie Google Zugang zu dem Modell. Ergänzt wird die Gruppe durch Cybersecurity-Spezialisten wie CrowdStrike und Palo Alto Networks. Insgesamt beteiligen sich mehr als 40 Unternehmen an der Initiative.
Project Glasswing soll Internet sicherer machen
Die Zusammenarbeit läuft unter dem Namen "Project Glasswing". Ziel ist es, defensive Cybersecurity-Anwendungen zu stärken und Unternehmen frühzeitig auf eine neue Generation von KI-gestützten Angriffen vorzubereiten. Anthropic stellt dafür bis zu 100 Mio. USD an Nutzungsguthaben bereit, um die Entwicklung sicherer Systeme zu beschleunigen.
Balance zwischen Innovation und Risiko
CEO Dario Amodei betont die Gratwanderung: Einerseits eröffnen solche Modelle die Chance auf ein deutlich sichereres Internet, andererseits bergen sie erhebliche Risiken bei falscher Nutzung. Entsprechend führt Anthropic bereits Gespräche mit US-Behörden, um den Umgang mit der Technologie regulatorisch abzusichern.







