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KI-Hype vor der Abrechnung? DeepMind-Chef warnt vor Übertreibungen

Bildherkunft: AdobeStock_401073406

DeepMind-Chef Demis Hassabis hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vor Übertreibungen im KI-Sektor gewarnt. Gegenüber der Financial Times sagte er, dass vor allem frühe Finanzierungsrunden bei KI-Start-ups inzwischen Größen erreicht hätten, die oft nicht mehr zur tatsächlichen Produktreife oder kommerziellen Realität passten. In einzelnen Marktsegmenten könne das zu einer spürbaren Abkühlung führen. DeepMind ist das auf Spitzenforschung ausgerichtete KI-Labor von Google, das unter anderem an grundlegenden KI-Modellen sowie Anwendungen in Wissenschaft, Medizin und Technologieentwicklung arbeitet.

Milliardenbewertungen und Infrastruktur auf Pump

Die Warnung trifft eine Branche, in der junge KI-Firmen teils mit Milliarden bewertet werden, ohne ihre Technologie oder Erlösmodelle transparent offenzulegen. Gleichzeitig wächst die Sorge über den massiven Ausbau von KI-Infrastruktur, der häufig fremdfinanziert ist und dauerhaft hohe Nachfrage voraussetzt. Andere Tech-Manager relativierten diese Risiken, doch unter Investoren mehren sich Zweifel an der Nachhaltigkeit einzelner Geschäftsmodelle.

Alphabet sieht sich defensiv gut aufgestellt

Hassabis betonte, dass Alphabet auch bei einer Marktbereinigung solide positioniert sei. KI-Funktionen ließen sich in ein bereits profitables Kerngeschäft integrieren, während die Nachfrage über viele Google-Produkte hinweg hoch bleibe. Der jüngste KI-Schub hat Alphabet auf eine Marktkapitalisierung von über 4 Bio. USD getrieben, nur Nvidia ist aktuell noch höher bewertet.

Wettbewerb mit China und Fokus auf Verantwortung

Im globalen Vergleich sieht Hassabis westliche KI-Labore weiterhin leicht vor China, auch wenn chinesische Anbieter zuletzt schnell kommerzielle Systeme aufgebaut haben. Gleichzeitig mahnte er mehr Verantwortung an: Angesichts wachsender Kritik und Klagen müsse die Branche klarer zeigen, welchen gesellschaftlichen Nutzen KI bringt, etwa in Wissenschaft und Medizin.

Forschung statt Konzernpolitik

Spekulationen über einen möglichen Aufstieg an die Spitze von Alphabet wies Hassabis zurück. Sein Interesse liege weiterhin in Forschung und langfristiger technologischer Entwicklung und nicht in der Führung eines Großkonzerns.

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