Qualcomm hat im ersten Quartal 2026 geliefert. Der Konzern meldet Rekordumsätze von 12,3 Mrd. USD und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,50 USD. Treiber waren vor allem Premium-Smartphones, starke Zuwächse im Automotive-Geschäft sowie anhaltende Dynamik im IoT-Bereich. CEO Cristiano Amon spricht von einer robusten Nachfrage, insbesondere im High-End-Segment.
Auto-Chips zünden den Turbo
Besonders ins Auge sticht der Ausblick für das Automotive-Geschäft. Für das zweite Quartal stellt Qualcomm hier ein Umsatzwachstum von über 35 % in Aussicht. Neue Design-Wins, eine vertiefte Zusammenarbeit mit Automobilherstellern und langfristige Liefervereinbarungen sorgen dafür, dass sich Qualcomm zunehmend als Schlüsselzulieferer für Software-definierte Fahrzeuge positioniert.
Speicherknappheit drückt auf Smartphones
Trotz des starken Starts bleibt der Gesamtausblick gedämpft. Grund ist ein branchenweiter Mangel an DRAM-Speicher, da Hersteller Kapazitäten zugunsten von HBM-Speicher für KI-Rechenzentren umschichten. Qualcomm erwartet daher im zweiten Quartal niedrigere Umsätze und verweist darauf, dass weniger verfügbare Speicherchips die Smartphone-Produktion begrenzen.
Anleger zwischen Zuversicht und Vorsicht
Unterm Strich zeigt Qualcomm zwei Gesichter. Operativ läuft es auf Rekordniveau, vor allem außerhalb des klassischen Smartphone-Markts. Gleichzeitig zwingen externe Engpässe das Management zu einer vorsichtigeren Prognose. Die Botschaft an Investoren ist klar: Kurzfristig Gegenwind durch die Lieferkette, mittelfristig aber kräftige Wachstumstreiber – allen voran im Automobilbereich.