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Software-Aktien im freien Fall: “Vibe Coding” als Bedrohung!

Bildherkunft: AdobeStock_1620275491

Die Stimmung an der Wall Street hat sich dramatisch gewandelt: Software-Aktien, die einst als verlässliche Wachstumsmotoren galten, verzeichnen massive Verluste. Die Aktienkurse von Branchengrößen wie Salesforce (-31,4 %), Adobe (-30,9 %), ServiceNow (-40,5 %) und SAP (-25,7 %) sind in den letzten 12 Monaten stark eingebrochen.

Der Hauptgrund für diesen Pessimismus ist die rasante Entwicklung der KI, die Investoren zunehmend als existenzielle Bedrohung für traditionelle Softwaremodelle wahrnehmen. Insbesondere das Aufkommen des sogenannten "Vibe Coding”, das schnelle Erstellen von Apps durch KI-Tools, und die Einführung leistungsstarker Systeme wie Anthropics "Claude Code” schüren die Angst, dass komplexe Softwarelösungen künftig deutlich schneller und günstiger ohne die etablierten Anbieter entwickelt werden können.

Das Ende der Stabilität und steigende Kreditrisiken

Jahrelang galt Software als Inbegriff der Stabilität, gestützt durch langfristige Aboverträge und hohe Wechselhürden für Kunden. Doch diese Sicherheit bröckelt. Das "Wall Street Journal” berichtet, dass nicht nur die Aktienkurse leiden, sondern auch der Kreditmarkt nervös reagiert: in den letzten zwei Jahren gab es 13 Zahlungsausfälle bei Softwareunternehmen. Ein Szenario, das früher fast undenkbar war. Investoren fordern mittlerweile deutlich höhere Risikoaufschläge (Spreads) für Kredite an Softwarefirmen im Vergleich zu kurzfristigen Benchmarks. Die Kombination aus gestiegenen Zinsen, dem Ende des Corona-bedingten Home-Office-Booms und der neuen Konkurrenz durch KI hat die Bilanzen vieler, oft hoch verschuldeter Unternehmen stark unter Druck gesetzt.

Ungewisse Zukunft im Schatten der KI

Während Analysten nicht davon ausgehen, dass die Softwarebranche vollständig verschwinden wird, steht sie vor einer schmerzhaften Transformation. Das einfache Wachstum durch Preiserhöhungen und Updates scheint vorbei zu sein, da Kunden zunehmend Alternativen prüfen und Software selbst entwickeln. Rishi Jaluria von RBC Capital Markets warnte, dass KI vor allem "fette, faule Platzhirsche” treffen könnte, während innovative Akteure profitieren dürften. Die zentrale Sorge der Investoren hat sich fundamental verschoben: Fragten sie früher, wie Software von KI profitieren kann, lautet die Frage heute, ob KI den Tod der klassischen Softwarebranche bedeutet.




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