Wenn die Märkte verrücktspielen und die Unsicherheit wächst, schlägt die Stunde der wahren Wall-Street-Profis. Genau das hat Goldman Sachs (GS) im 1. Quartal 2026 eindrucksvoll bewiesen. Während andere noch mit geopolitischen Krisen und der Marktvolatilität hadern, pulverisiert die legendäre Investmentbank mit einem entfesselten Aktienhandel und explodierenden Gewinnen sämtliche Analystenprognosen. Der Finanzgigant schlägt aus den Turbulenzen massiv Kapital und sichert sich im Hintergrund noch lukrative Milliarden-Deals.
Der Wall-Street-Gigant - Wer ist eigentlich Goldman Sachs?
Goldman Sachs ist eine der mächtigsten Investmentbanken der Welt. Das Traditionshaus verdient sein Geld vor allem im Investmentbanking, wo man große Unternehmen bei Börsengängen, komplexen Fusionen und Übernahmen berät. Ein weiteres gigantisches Standbein ist der globale Wertpapierhandel. Hier kauft und verkauft Goldman Sachs im Auftrag von großen institutionellen Kunden Aktien, Anleihen, Währungen und Rohstoffe. Abgerundet wird das weitreichende Geschäftsmodell durch eine stark wachsende Vermögensverwaltung, die sich an superreiche Privatkunden und große institutionelle Investoren richtet. Die Quartalszahlen des Finanzgiganten gelten an der Wall Street als zentraler Stimmungsindikator für die gesamte Wirtschaft.
Begeisternde Zahlen - Gewinn und Umsatz schlagen alle Erwartungen
Im 1. Quartal 2026 hat Goldman Sachs die Prognosen regelrecht pulverisiert. Der Nettoumsatz kletterte um starke 14 % auf 17,23 Mrd. USD. Der Gewinn schoss im Jahresvergleich sogar um 19 % auf 5,63 Mrd. USD oder 17,55 USD je Aktie in die Höhe. Erwartet wurden lediglich 16,49 USD. Ein echtes Ausrufezeichen setzte die herausragende Eigenkapitalrendite ROE von 19,8 %, die zeigt, wie hochprofitabel das Kapital trotz volatiler Märkte eingesetzt wurde.
Rekordjagd auf dem Parkett - Aktienhandel und Gebühren explodieren
Haupttreiber des Erfolgs war ein entfesselter Aktienhandel, der mit 5,33 Mrd. USD einen historischen Rekordumsatz verbuchte, getrieben von institutionellen Umschichtungen rund um KI. Auch das klassische Investmentbanking brillierte. Die Gebühren für Fusionen und Emissionen schossen um 48 % auf 2,84 Mrd. USD nach oben. Die Vermögensverwaltung wuchs solide um 10 % auf 4,08 Mrd. USD. Einziger Dämpfer war das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Rohstoffen, das um 10 % auf 4,01 Mrd. USD nachgab.
Der wunde Punkt - Kreditausfälle und der Private-Credit-Sektor
Ein kleiner Wermutstropfen sind die auf 315 Mio. USD gestiegenen Rückstellungen für Kreditausfälle, der höchste Stand seit 2020, bedingt durch generelles Kreditwachstum und Wertberichtigungen. Trotz aktueller negativer Schlagzeilen und leichter Turbulenzen im sogenannten Private-Credit-Sektor für private Kreditvergabe gab sich CEO David Solomon gelassen. Er hält dieses Geschäft mittel- bis langfristig für hochattraktiv und hält eisern am ambitionierten Ausbauziel auf ein Volumen von 300 Mrd. USD fest.
Goldman Sachs schnappt sich chinesische Anteile
Abseits des Tagesgeschäfts sicherte sich Goldman Sachs gemeinsam mit der französischen Investmentfirma Ardian einen cleveren Deal auf dem Sekundärmarkt. Sie übernahmen große Teile eines US-Private-Equity-Portfolios vom chinesischen Staatsfonds China Investment Corporation im Wert von rund 1 Mrd. USD. Während Ardian einen zweistelligen Abschlag aushandelte, kaufte Goldman Sachs seine Anteile mit einem lukrativen einstelligen Rabatt.
Ein Wall-Street-König, der auch im Sturm die Richtung vorgibt
Goldman Sachs beweist eindrucksvoll seine Position als Elite der Finanzwelt. Trotz geopolitischer Krisen und Marktturbulenzen liefert die Bank Rekordumsätze im Handel und florierende Investmentbanking-Gebühren. Mit massiven Investitionen in KI und Dateninfrastruktur sowie einer klaren Wachstumsstrategie im Kreditgeschäft zeigt sich eines klar. Wenn die Unsicherheit an den Märkten steigt, laufen die Geschäfte für die Wall-Street-Profis von Goldman Sachs erst richtig heiß.


Das Schaubild zeigt die größten Highlights der Quartalszahlen von Goldman Sachs und gibt die einzelnen Kernbereiche an. Insgesamt konnten die Zahlen die Erwartungen schlagen.







