Einem Bericht zufolge plant Taiwan Semiconductor Manufacturing, seine umfangreichen Investitionen in Arizona im Rahmen eines möglichen Handelsabkommens zwischen den USA und Taiwan aufzustocken.
Geplanter Ausbau auf ein Dutzend Fabriken
Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, würde TSMC als Teil der Vereinbarung mehrere neue Fertigungsstätten in Arizona errichten, wodurch die Gesamtzahl auf etwa ein Dutzend Fabriken ansteigen würde. TSMC lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht gegenüber Barron’s ab.
Angesichts der Bedrohung durch Chinas Bestrebungen, Taiwan zu beanspruchen, hat TSMC bereits US-Investitionen in Höhe von insgesamt 165 Mrd. USD zugesagt, darunter den Bau von drei neuen Chipfabriken. Während dies bei einigen taiwanischen Gesetzgebern für Kontroversen sorgte, ist der jüngste Plan Teil umfassenderer Handelsverhandlungen.
Der Deal: Milliarden-Investitionen im Tausch gegen Zollvorteile
Unter den Entwurfsbedingungen eines nahezu abgeschlossenen Handelsabkommens zeichnen sich folgende Eckpunkte ab:
- Investitionsvolumen: Taiwan wird ausländischen Direktinvestitionen und sonstigen Ausgaben in den USA in Höhe von über 300 Mrd. USD zustimmen.
- Zollsenkungen: Im Gegenzug sollen die US-Zölle auf Waren aus Taiwan vom derzeitigen Niveau von 20 % gesenkt werden, so das WSJ.
Marktführerschaft und Konkurrenzkampf mit Intel
Der Wert der American Depositary Receipts (ADRs) von TSMC hat sich seit Ende 2023 mehr als verdreifacht. Das taiwanische Unternehmen profitiert massiv von seiner Rolle als Hauptlieferant für Nvidia, dem Marktführer bei KI-Chips, sowie für dessen wichtigste Konkurrenten wie AMD und Broadcom.
Intel versucht, diese Position durch den Ausbau seiner eigenen Chipfertigung anzugreifen. Diese Hoffnungen erhielten durch die Investition der US-Regierung in Höhe von 8,9 Mrd. USD im August neuen Auftrieb. Eine massive Ausweitung der US-Präsenz von TSMC könnte jedoch Intels Ambitionen dämpfen, sich als nationaler Champion in der Halbleiterfertigung zu etablieren.
Susquehanna: TSMC-Prognose könnte Anleger kurzfristig enttäuschen
Selbst eine robuste Umsatzprognose von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) reicht möglicherweise nicht aus, um die Anleger zufrieden zu stellen, zumindest kurzfristig. Dies geht aus einer aktuellen Einschätzung des Finanzdienstleisters Susquehanna hervor. Am 12.01.2026 bestätigte Analyst Mehdi Hosseini zwar seine Einstufung "Positive" für die TSMC-Aktie, äußerte sich jedoch vorsichtig hinsichtlich des Umsatzausblicks für das Jahr 2026. TSMCs Prognose für das Umsatzwachstum "könnte einige Investoren enttäuschen", schrieb er. "Wir raten Anlegern dazu, sich weiterhin auf die Ertragskraft pro Aktie (EPS) von TSMC zu konzentrieren."









