Auch wenn Adidas [WKN: A1EWWW, ISIN: DE000A1EWWW0] im Gegensatz zum operativ kriselnden "Nachbarn" aus Herzogenaurach, Puma, mit dem letzten Quartalsbericht für das 3. Quartal 2025 die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen konnte und die Jahresprognose angehoben hat, befindet sich der Titel laut Focus Money (Ausgabe 03/2026) noch immer im Abwärtstrend.
Zahlen für das 3. Quartal über den Erwartungen können keine Trendwende auslösen
Derzeit würden positive Nachrichten bei der Aktie von Adidas von der Börse ignoriert. Innerhalb der letzten zwölf Monate habe das DAX-Papier über ein Drittel des Börsenwertes verloren und eine Trendwende sei noch nicht in Sicht.
Sammelklage im Zusammenhang mit beendeter Zusammenarbeit mit Kanye West abgewiesen
Dabei werde ignoriert, dass Adidas gute Nachrichten im Hinblick auf einen Rechtsstreit erhalten habe, der damit endlich ad acta gelegt werden könne. Eine Sammelklage von Aktionären im Zusammenhang mit der beendeten Kooperation mit dem US-Rapper Kanye West sei von einem US-Gericht abgewiesen worden. Die klagenden Aktionäre hätten dem Adidas-Management vorgeworfen, Risiken verschwiegen zu haben. Die Gerichtsentscheidung beende nun eine Periode der Unsicherheit hinsichtlich möglicher Zahlungen.
Auch im operativen Geschäft habe es positive Entwicklungen in den USA gegeben. Adidas habe die exklusive Kooperation mit der US-Frauenfußball-Liga verlängert. Das sollte dem Sportartikelhersteller in den USA neue Perspektiven eröffnen. Focus Money rät bei dem Titel, der mit einem 2026er-KGV von 15,6 bewertet wird, mit einem Kursziel von 240 Euro zum Einstieg (48 % Potenzial).