Allianz übertrifft Gewinnschätzung deutlich

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Die größte Versicherungsgesellschaft Deutschlands hat im vergangenen Geschäftsjahr zum wiederholten Male ein operatives Rekordergebnis präsentiert. Während das gesamte Geschäftsvolumen um 11,2 % auf 179,8 Mrd. Euro zunahm, erhöhte sich das operative Ergebnis um 8,7 % auf 16,0 Mrd. Euro. Analysten hatten mit lediglich 15,8 Mrd. Euro gerechnet.

Alle Bereiche des Konzerns konnten im vergangenen Geschäftsjahr zulegen

Zu diesem Erfolg trugen alle Geschäftsbereiche bei. "In einem Umfeld verhaltenen Wirtschaftswachstums und einer hohen Anzahl von Naturkatastrophen haben wir Rekorde beim operativen Ergebnis und beim Jahresüberschuss erzielt. Alle Segmente haben das Jahr über dem Mittelwert des Zielkorridors für das operative Ergebnis abgeschlossen, was die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells unter Beweis stellt", führte der Finanzvorstand Claire-Marie Coste-Lepoutre aus.

Operatives Ergebnis bei Schaden- und Unfallversicherung deutlich höher als erwartet

Hauptwachstumstreiber war der Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung. In dieser Sparte wuchs das gesamte Geschäftsvolumen um 8,3 % auf 82,9 Mrd. Euro. Vor allem das Geschäft mit Privatkunden, kleineren und mittelgroßen Gewerbekunden sowie das Flottengeschäft florierten. Das interne Wachstum von 9 % katapultierte das gesamte Geschäftsvolumen in diesem Bereich auf 50,2 Mrd. Euro, während das Geschäft mit größeren Gewerbekunden um 7 % zunahm und ein gesamtes Geschäftsvolumen von 32,7 Mrd. Euro ergab. Mit 7,9 Mrd. Euro fiel das operative Ergebnis in diesem Bereich deutlich höher aus erwartet. Die Schaden-Kosten-Quote konnte eine leichte Verbesserung von 93,8 % auf 93,4 % aufweisen.

Auch Lebens- und Krankenversicherungen und Asset Management über dem Mittelwert des Zielkorridors

Auch die Lebens- und Krankenversicherungssparte konnte mit sehr guten Ergebnissen für das abgelaufene Geschäftsjahr aufwarten. Hier lag die Neugeschäftsmarge bei 5,7 % und der Neugeschäftswert nahm auf 4,7 Mrd. Euro zu. Das operative Ergebnis fiel ebenfalls höher aus als erwartet. Mit 5,5 Mrd. Euro übertraf man den Mittelwert des Zielkorridors (5,2 Mrd. Euro).

Das Asset Management verbuchte hohe Nettomittelzuflüsse sowie ein Wachstum des für Dritte verwalteten Vermögens. So betrug dieses Vermögen am 31. Dezember 2024 1,920 Bio. Euro, dies waren 208 Mrd. Euro mehr als am Jahresende 2023. Den größten Wachstumstreiber stellten die Nettomittelzuflüsse dar. Sie stiegen im Vergleich mit dem Vorjahr um das Vierfache an. So übertraf auch in diesem Bereich das operative Ergebnis von 3,2 Mrd. Euro den Mittelwert des Zielkorridors (3,1 Mrd. Euro).

Investoren können sich über eine deutlich höhere Dividende freuen

Die Solvenzkapitalquote, die bemisst, wie ausgeprägt die Resilienz von Versicherungsgesellschaften krisenhaften Zeiten ist, stieg von 206 % auf 209 % an. Die Aktionäre sollen an den herausragenden Ergebnissen beteiligt werden. Der Vorstand schlug eine Dividende von 15,40 Euro für 2024 vor, was einer Anhebung von 11,6 % gegenüber 2023 entspricht. Bei der letzten Auszahlung lag die Dividende noch bei 13,80 Euro je Anteilsschein. Schon am Donnerstagabend gab die Allianz zudem bekannt, dass sie Aktien im Gesamtwert von bis zu 2 Mrd. Euro zurückkaufen wird. Diese Maßnahme knüpft an das Vorgehen der letzten Jahre an – seit 2017 hat das Unternehmen Aktien im Umfang von beinahe 14 Mrd. Euro zurückgekauft.

Heute gab das Papier der Allianz innerhalb eines schwachen Marktumfeldes bislang um circa 0,5 % nach. Die Verläufe der letzten zwölf Monate (+33,45 %), des letzten Monats (+5,07 %) wie der vergangenen Woche (+3,69 %) spiegeln jedoch den Erfolg des Unternehmens wider.

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