Auf der CES 2026 präsentiert Amazon (NASDAQ: AMZN) eine klare Leitidee: KI soll nicht im Vordergrund stehen, sondern unaufdringlich den Alltag erleichtern. Unter dem Schlagwort "Ambient AI” zeigt der Konzern, wie Software, Geräte und Services zunehmend proaktiv unterstützen, ohne permanent Aufmerksamkeit einzufordern. Die Ankündigungen reichen von neuen Sicherheitsfunktionen über ein überarbeitetes Entertainment-Erlebnis bis hin zu einem stark erweiterten Alexa-Ökosystem.
Mehr Sicherheit durch vernetzte Intelligenz bei Ring
Im Bereich Smart Home und Sicherheit baut Amazon die Ring-Plattform deutlich aus. Besonders hervorzuheben ist "Fire Watch”, eine neue Funktion innerhalb der Neighbors-Sektion der Ring-App. Mit Hilfe von KI-gestützter Videoanalyse erkennen Ring-Kameras visuelle Anzeichen von Rauch oder Feuer und liefern frühzeitige Warnungen bei schnell eskalierenden Bränden. Ergänzt wird dies durch Echtzeit-Informationen und Community-Beiträge. Zusätzlich öffnet Amazon Ring stärker für Drittanbieter: Der neue Ring Appstore ermöglicht externe Anwendungen, die bestehende Kameras funktional erweitern. Neue Ring-Sensoren auf Basis von Amazon Sidewalk sollen zudem eine zuverlässige, stets aktive Sicherheitsabdeckung ohne klassische WLAN-Begrenzungen bieten.
Fire TV wird schneller, übersichtlicher und wohnlicher
Auch im Entertainment-Bereich setzt Amazon auf Optimierung statt Revolution. Die Fire-TV-Oberfläche wurde grundlegend überarbeitet und soll in Teilen bis zu 30 % schneller reagieren. Inhalte sind nun klarer nach Filmen, Serien und Sport strukturiert, während abonnierte Dienste in gemeinsamen Übersichten zusammengeführt werden. Mit dem neuen Amazon Ember Artline bringt Amazon zudem einen "Lifestyle-TV” auf den Markt: Ein 4K-QLED-Fernseher mit matter Anzeige, digitalem Kunstmodus und KI-gestützten Empfehlungen, die sich an Raum und Einrichtung orientieren. Parallel dazu wurde auch die Fire-TV-Mobile-App neu gestaltet.
Alexa+ wächst über Sprache hinaus
Ein zentraler Baustein der CES-Präsentation ist die Weiterentwicklung von Alexa+. Mit Alexa.com wird der KI-Assistent erstmals vollständig in den Browser gebracht und ergänzt damit die Nutzung per Sprache und App. Nutzer können Alexa nun geräteübergreifend mit dauerhaftem Kontext verwenden, vom Schreibtisch bis zum Smartphone. Die Nutzung zeigt laut Amazon eine deutlich höhere Interaktionstiefe, etwa bei Einkäufen, Planung oder Rezepten. Zusätzlich wird Alexa tief in neue Partner-Ökosysteme integriert, darunter Fahrzeuge, Smart-TVs, Haushaltsgeräte und Wearables.
Bee: Der persönliche KI-Begleiter
Mit Bee stellt Amazon außerdem ein Wearable in den Mittelpunkt, das als persönlicher KI-Begleiter fungiert. Bee verknüpft Gespräche mit E-Mails, Kalendern und Notizen, erkennt langfristige Muster im Alltag und erstellt kontextabhängige Zusammenfassungen. Ziel ist es, Gedanken, Aufgaben und Erkenntnisse automatisch in konkrete Handlungen zu übersetzen.







