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JPMorgan greift nach der Apple Card! Und setzt mit KI-Governance den nächsten strategischen Doppelzug!

Bildherkunft: AdobeStock_1648320093

Mit der Übernahme des Apple-Card-Portfolios von Goldman Sachs und dem gleichzeitigen Abschied von klassischen Stimmrechtsberatern vollzieht JPMorgan Chase (JPM) einen vielbeachteten Kurswechsel im Konsumenten- und Governance-Geschäft. Während Apple sein Kreditkartengeschäft weiter skaliert, öffnet sich JPMorgan sowohl für bonitätsschwächere Privatkunden als auch für technologische Lösungen, die den Einfluss von Drittanbietern im Kapitalmarkt reduzieren. Ein doppelter Vorstoß, der zeigt, wie aggressiv die größte US-Bank derzeit strategische Felder besetzt, die andere Institute meiden.

Apple Card wächst weiter zum Tech-Banking-Erfolg

Das Kreditkartengeschäft von Apple zählt zu den erfolgreichsten Finanzprodukten, die ein Tech-Konzern je auf den Markt gebracht hat. Seit dem Start 2019 haben Schätzungen zufolge deutlich über 10 Mio. Nutzerinnen und Nutzer die Apple Card angenommen. Ein bemerkenswerter Wert für ein Produkt, das ausschließlich digital vertrieben wird und tief im Apple-Ökosystem verankert ist. Der Erfolg liegt im nahtlosen Zusammenspiel zwischen iPhone, Wallet-App und Cashback-Programm, wodurch die Karte vor allem bei jüngeren und technikaffinen Haushalten Anklang findet. Für Apple ist das Programm ein Türöffner in den Finanzsektor, für die Banken war es bislang ein Prestige-Co-Branding-Deal mit hoher Sichtbarkeit. Doch im Hintergrund liefen die Risiken zunehmend heißer, vor allem für den ursprünglichen Bankpartner Goldman Sachs.

JPMorgan übernimmt – ein 20 Mrd. USD großer Deal mit Signalwirkung

Nach rund einem Jahr Verhandlungen ist es nun klar. JPMorgan Chase übernimmt das Apple-Card-Programm einschließlich Kreditvolumens von über 20 Mrd. USD von Goldman Sachs. Die Transaktion soll innerhalb von etwa 24 Monaten abgeschlossen werden. Goldman zieht sich damit endgültig aus dem Privatkundengeschäft zurück und verkauft das Portfolio mit einem Abschlag von über 1 Mrd. USD, ein deutliches Zeichen dafür, wie kostspielig sich das Abenteuer "Apple Card" entwickelt hat. JPMorgan wird für den Übergang Rückstellungen in Höhe von 2,2 Mrd. USD bilden, da ein Teil der Kreditnehmer höhere Ausfallrisiken aufweist. Für Apple-Kunden hingegen bleibt zunächst alles beim Alten. Die Karte läuft weiter über das Mastercard-Netzwerk, die Vorteile bleiben bestehen und Apple plant zusätzliche Finanzservices, darunter ein Apple-Sparkonto bei JPMorgan.

Warum am Ende nur JPMorgan übrig blieb

Auffällig ist, dass am Ende nur noch eine Bank bereit war, dieses Geschäft zu übernehmen. Interessenten wie American Express, Barclays oder Synchrony hatten sich zuvor zurückgezogen aus einem einfachen Grund. Das Apple-Portfolio enthält überdurchschnittlich viele Nutzer mit niedrigerer Bonität, eine Klientel, die klassische Kartenhersteller eher meiden. Zwar bietet das Geschäft hohe Wachstumsraten und enorme Transaktionsvolumina, doch die Margen stehen unter Druck, während Ausfallrisiken steigen können. Goldman Sachs hatte genau an dieser Stelle die größten Probleme. Die Apple-Card brachte höhere Ausfälle, steigende Kosten und wenig Querfinanzierungsmöglichkeiten. JPMorgan hingegen ist in diesem Segment marktführend, verfügt über eine starke Datenbasis, ein robustes Risikomodell und die nötige Infrastruktur, um auch "unbequeme" Kreditportfolios wirtschaftlich zu verwalten. Dass JP Morgan bereit ist, ein solches Portfolio zu übernehmen, zeigt zugleich, wie weit die Bank im Konsumentengeschäft skaliert hat und welche strategischen Wetten auf langfristiges Kundenverhalten sie eingehen kann.

Abschied von Stimmrechtsberatern – JP Morgan setzt auf KI

Parallel zur Kartenübernahme kündigte JPMorgan eine weitere strategische Veränderung an. Die Bank wird künftig keine Stimmrechtsberater mehr einsetzen, sondern mit einem eigenen KI-gestützten System namens Proxy IQ arbeiten. Bislang bestimmten in den USA Unternehmen wie ISS und Glass Lewis weitgehend, wie institutionelle Anleger bei Hauptversammlungen abstimmen. Genau diese Machtposition geriet zuletzt zunehmend in Kritik, regulatorisch und politisch. Stimmrechtsberater würden zu einflussreich, zu wenig transparent und mitunter politisch oder aktivistisch motiviert agieren. JPMorgan macht nun Schluss damit und verlegt die Entscheidungsfindung wieder vollständig ins eigene Haus. Proxy IQ soll Tausende Unternehmensdokumente, Proxy-Statements und Governance-Daten analysieren und daraus automatisiert Abstimmungsempfehlungen ableiten. Für eine Bank, die jährlich über 3.000 Hauptversammlungen abdeckt, ist dies mehr als Effizienz, es ist Kontrolle. Die KI reduziert Informationskosten, stärkt die interne Governance und eliminiert Abhängigkeiten von Drittanbietern, die jahrelang quasi Leitinstitutionen der Stimmrechtskultur waren.

JPMorgan setzt bei Konsumenten und im Kapitalmarkt an

Mit der Übernahme der Apple Card und der Einführung des KI-Tools Proxy IQ setzt JPMorgan gleich an zwei Stellen an, die in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen. Konsumentenkredite im Tech-Ökosystem und digitale Corporate-Governance-Prozesse im Kapitalmarkt. Während andere Banken aus Risiko- oder Margengründen abwinken, nutzt JPMorgan seine schiere Größe, seine Datenbasis und seine Risikoinfrastruktur, um dort zu expandieren, wo die Branche bislang lieber Abstand hielt. Genau diese Bereitschaft ist es, die erklärt, warum JPMorgan nicht nur die größte, sondern inzwischen auch die strategisch beweglichste Bank im US-Finanzsystem ist.

Chart von JPMorgan Chase. Die Aktie hält ihren langfristigen Aufwärtstrend konstant bei und lag zuletzt bei 325 USD.

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