Der Streaming-Gigant Spotify, war in den vergangenen Jahren nicht immer profitabel. Ein großer Teil der Einnahmen fließt als Lizenzzahlungen an die Rechteinhaber und die Musikindustrie zurück. Im März des vergangenen Jahres hatten Medien berichtet, dass das Unternehmen von einem Stellenabbau und Preiserhöhungen profitieren konnte. 2024 war das schließlich das erste Jahr, in dem Spotify einen Gewinn ausweisen konnte.
Höchste Auszahlung in der Geschichte der Musikindustrie
Am Mittwoch hat der Anbieter seinen jährlichen Bericht zur Musikökonomie veröffentlicht. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen darauf verwiesen, dass es im vergangenen Jahr weltweit der "höchstzahlende" Anbieter gewesen sei. Laut eigenen Angaben wurden über 10 Mrd. USD an die Musikindustrie ausgezahlt – die höchste Auszahlung in der Geschichte der Branche. Das sei mehr als jemals zuvor ein einzelner Händler innerhalb eines Jahres gezahlt habe und mehr als das Zehnfache des größten Plattenladens zum Höhepunkt der CD-Ära, berichtet das Unternehmen.
Laut dem Report sind die jährlichen Auszahlungen an die Musikindustrie zwischen 2014 und 2024 um das Zehnfache gestiegen – von 1 Mrd. USD auf über 10 Mrd. USD. Insgesamt belaufen sich Spotifys Auszahlungen seit Bestehen des Unternehmens inzwischen auf fast 60 Mrd. USD. Während eines Tiefpunkts im Jahr 2014 hätten sich die weltweiten Einnahmen aus aufgezeichneter Musik nur auf 13 Mrd. USD belaufen. Damals hatte Spotify einen jährlichen Beitrag von rund 1 Mrd. USD geleistet – mit etwa 15 Mio. zahlenden Abonnenten. Heute gibt es laut dem Bericht weltweit weit über 500 Mio. zahlende Abonnenten über alle Musik-Streaming-Plattformen hinweg.
Spotify steuert fast ein Viertel der weltweiten Einnahmen aus aufgezeichneter Musik bei
Vor zehn Jahren hatte der erfolgreichste Künstler auf Spotify etwas mehr als 5 Mio. USD verdient – inzwischen haben laut dem Anbieter über 200 Künstler diese Schwelle überschritten. Besonders stark zugenommen hat die Anzahl der "Uploader" – mittlerweile fast 12 Mio.; ein enormer Anstieg im Vergleich zur CD-Ära. In den vergangenen beiden Jahren musste Spotify fast 4,5 Mrd. USD an die Verlagsrechteinhaber auszahlen, also an diejenigen, die die Songwriter vertreten. Streaming macht nur einen Teil der gesamten Einnahmen der Branche aus – hinzukommen physische Verkäufe, Tourneen und weitere Umsatzquellen. Spotify trägt inzwischen fast ein Viertel zu den weltweiten Einnahmen aus aufgezeichneter Musik bei – 2017 lag dieser Anteil noch unter 15 %, kommentiert Spotify und bezieht sich auf den IFPI Global Music Report 2024.