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Walmart zündet mit Google die nächste Handelsstufe! Einkaufen per KI-Agent wird der neue Trend!

Bildherkunft: AdobeStock_419001231

Walmart (WMT) und Google (i)(GOOG/GOOGL) formen ein neues Einkaufsmodell, bei dem nicht mehr gesucht und geklickt wird, sondern Aufgaben an KI-Agenten delegiert werden. Agentisches Shopping soll den größten Konsummarkt der Welt verändern vom klassischen Produktkauf hin zu automatisierten Lösungen im Chat.

US-Konsumgigant entdeckt KI als neues Verkaufsinstrument

Walmart agiert im größten Konsummarkt der Welt und bedient mit Lebensmitteln, Elektronik, Mode, Haushaltswaren und Dienstleistungen fast alle Alltagssortimente. Während der stationäre Handel weiter wichtig bleibt, wächst der E-Commerce-Anteil rasant und hat Walmart in den USA zu einem der wichtigsten Onlinehändler gemacht. Same-Day-Delivery, Fulfillment-Angebote und Walmart+ treiben diesen Ausbau. Mit dem nächsten Schritt, dem agentischen Shopping, soll der Kaufprozess nicht mehr über Suchen und Klicken erfolgen, sondern über Aufgaben wie "stelle Campingausrüstung zusammen" oder "bestelle meinen Wocheneinkauf". Damit verschiebt sich der Handel vom Produkt- zum Problemlösungsmodus.

Walmart & Google – Gemini wird zum Einkaufsagenten

In der neuen Partnerschaft verbindet Walmart sein Sortiment mit Googles KI-Assistent Gemini, um Produkte entdecken und direkt im Chat kaufen zu können. Nutzer erhalten Empfehlungen, personalisierte Vorschläge und schnelle Lieferoptionen aus lokalen Märkten oder Sam’s Clubs auf Wunsch innerhalb von nur 30 Minuten. Walmart profitiert von neuer Reichweite, da der Einkauf nicht mehr zwingend in der Walmart-App beginnt. Analysten schätzen, dass agentisches Shopping bis 2030 auf 3 bis 5 Bio. USD anwachsen könnte. Für Walmart geht es darum, früh Marktanteile zu sichern, bevor andere die Kundenschnittstelle besetzen.

Universal Commerce Protocol – Googles Standard für KI-Handel

Das Herzstück der Kooperation ist Googles Universal Commerce Protocol UCP, eine offene Schnittstelle, die Suche, Kauf, Zahlung und Support für KI-Agenten standardisiert. UCP senkt Integrationskosten für Händler und erleichtert Skalierung über Plattformen hinweg. Zu den ersten Partnern zählen Shopify, Etsy, Wayfair, Target und Walmart. Künftig können Kunden direkt in Gemini kaufen und über Google Wallet, später auch PayPal, bezahlen. Experten sehen Parallelen zu Android im Smartphone-Markt. Wer den Standard setzt, kontrolliert den Zugang zum Kunden.

Konkurrenz schläft nicht – OpenAI, Perplexity & Amazon

Google trifft auf starke Wettbewerber. OpenAI bietet mit ChatGPT bereits Instant Checkout und arbeitet mit Stripe an einem eigenen Commerce-Protokoll. Walmart, Etsy und mehrere Shopify-Marken nutzen die Funktion bereits. Perplexity geht über PayPal in den Commerce-Bereich und ermöglicht Direktkäufe, Reisen und Ticketing im Chat. Amazon testet mit "Shop Direct" einen eigenen Agenten, der Produkte auch auf externen Websites für Kunden einkauft. Der Markt formiert sich im Eiltempo. Es geht darum, wer der erste digitale Einkaufsbezugsrahmen des Konsumenten wird.

Die nächste Handelsrevolution läuft an

Agentisches Shopping macht Einkaufen programmierbar. Händler, die heute Such- und App-Zugriffe dominieren, kämpfen künftig um die Rolle des persönlichen Einkaufsagenten. Walmart bringt Sortiment und Logistik ein, Google die KI-Plattform, eine strategisch starke Kombination. Wenn sich Standards wie UCP durchsetzen und Konsumenten Aufgaben statt Produkte bestellen, entsteht ein neues E-Commerce-Geschäftsfeld mit enormem Umsatzpotenzial. Für Anleger zeichnet sich ab, dass der nächste Wachstumszyklus im Handel nicht im Regal und nicht im Webshop stattfindet, sondern im Chatfenster.

Chart von Walmart. Konstant schiebt sich der Konsumgigant nach oben und liegt mit aktuell 114,50 USD nicht weit weg von seinem Allzeithoch.

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