Ahold Delhaize gehört zu den größten Handelsgruppen der Welt und verfügt über starke lokale Marken in den USA sowie in Europa. In den USA betreibt das Unternehmen entlang der Ostküste mehrere etablierte und bekannte Omnichannel-Einzelhändler, darunter die Supermarktketten Food Lion, Hannaford und The Giant Company.
Verstärkte Preisinvestitionen, neue Eigenmarken und robuste operative Umsetzung
Am Mittwoch, den 12. Februar, hat das Unternehmen die Zahlen für das abgelaufene 4. Quartal und das Gesamtjahr 2024 veröffentlicht. Das vergangene Jahr sei dynamisch gewesen und habe zahlreiche Herausforderungen mit sich gebracht, kommentiert Ahold-Delhaize-CEO Frans Muller die Ergebnisse. Er verwies dabei auf die Inflation, Schwankungen bei Rohstoffen und in der Lieferkette, soziale und politische Spannungen sowie rasante Veränderungen durch neue Technologien. Die Gruppe berichtet über verstärkte Preisinvestitionen, neue Eigenmarkensortimente und eine starke operative Umsetzung sowie Kosteneinsparungen von über 1,35 Mrd. Euro.
Zweistelliges Wachstum im Online-Lebensmittelhandel
Der Nettoumsatz legte im Schlussquartal um 0,6 % (kWk) auf rund 23,3 Mrd. Euro zu – ohne Effekte wie die Einstellung des Tabakverkaufs in den Niederlanden wäre das Wachstum um 2,1 Prozentpunkte höher ausgefallen. Die Online-Einnahmen kletterten um 5,8 % (kWk) nach oben, angetrieben durch ein zweistelliges Wachstum im Online-Lebensmittelhandel (ohne FreshDirect). Unterm Strich belief sich das verwässerte bereinigte EPS im Schlussquartal auf 0,69 Euro – ein Rückgang von 6,6 % im Vergleich zum Vorjahr zu tatsächlichen Wechselkursen. Im Gesamtjahr legte der Erlös leicht auf 89,4 Mrd. Euro zu, und das verwässerte bereinigte EPS belief sich auf 2,54 Euro, womit die eigenen Erwartungen erfüllt wurden. Der operative Gewinn schrumpfte aufgrund von Sonderbelastungen um 2,2 Prozent auf rund 2,8 Mrd. Euro. Die Analysten hatten hier mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.
Ahold Delhaize bleibt optimistisch für 2025 und rechnet mit beschleunigtem Ertragsmomentum
Für 2025 plant das Unternehmen im Rahmen seiner "Growing Together"-Strategie und des Wachstumsmodells Investitionen in einem stetigen Tempo, um die Omnichannel-Fähigkeiten auszubauen, die Kundenbindung zu stärken und die Reichweite zu vergrößern. Dazu sollen Preisinvestitionen priorisiert und ausgeweitet, die Eröffnung neuer Filialen und Modernisierungen beschleunigt sowie bewährte Technologien in größerem Umfang eingesetzt werden. Aufgrund der stetig wachsenden Marktanteile und der starken relativen Markenstärke-Indikatoren erkenne das Unternehmen, dass es die richtigen Maßnahmen ergreife, so Muller. Daher bleibt die Gruppe zuversichtlich, dass sich das Wachstum und das Ertragsmomentum im laufenden Jahr weiter beschleunigen werden. Für 2025 wird ein Wachstum des bereinigten EPS im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erwartet.
Die Ergebnisse konnten die Anleger nicht überzeugen, sie haben das Papier in einer ersten Reaktion um etwa 4 % nach unten geschickt.
Chart